Sonntag, 29.Juli 2018

LORCHER  MÄNNERCHOR 

 Vorstadtstraßenfest Waldhausen-

ein Auftritt der etwas anderen Art

Bei hochsommerlich strahlend schönem Wetter unterhielt der Lorcher Männerchor unter Leitung von Tillmann Klenk die Besucher des Vorstadtstraßenfestes in Waldhausen am vergangenen Sonntag mit einem bunten Melodienstrauß am Bewirtungsstand des befreundeten Gesangvereins Liederkranz Waldhausen. 

 

Die Sänger aus Lorch, Waldhausen, Walkersbach und Weitmars eröffneten ihre Vorträge mit einem Chorsatz aus dem Ländle: Wir wandern heut' ins Schwabenland hinaus, mit frohem Mut und heitrem Sinn, sind überall zu Haus.

Aus der geselligen Chormusik von Kurt Brenner komponiert, passte anschließend das Lied vom Remstal, bei dem die Vorzüge unserer schönen und lebenswerten Region besungen wurden. 

Ei du Mädchen vom Lande, wie bist du so schön, so hab ich im Städtchen noch keine geseh'n, drum so geh'n wir auf's Lande, um lustig zu sein, viel schöner sein's die Mädchen, viel besser der Wein. Mit diesem Lied  drückten die Sänger die Wertschätzung für das feminine Geschlecht auf besondere Art aus.

Warum bist du gekommen, wenn du schon wieder gehst, du hast mein Herz genommen und wirfst es wieder weg..bei diesem berührenden Chorsatz vom Bajazzo, der immer wieder gerne gehört und gewünscht wird, lagen Gefühle von Sehnsucht und Schwermut eng beieinander.

Vor der Pause, die zur Stärkung der Kehlen eingelegt wurde, erklang schwungvoll das schwäbische Trinklied: Proscht, proscht, proscht..und wenn's uns s'ganze Häusle koscht.

Anschließend überraschte der Chor die Zuhörer mit einer Erstaufführung der etwas außergewöhnlichen Art. Angesagt waren schwäbische Lompalieder, die aus einer Überlieferung stammten, und am Keyboard musikalisch von Tillmann Klenk begleitet wurden. Man war gespannt, wie diese Vorträge bei den Zuhörern ankamen. Tritt der Mensch ins Leben ein, so ist er winzig, schwach und klein- doch, er klettert die Lebensstufen weiter rauf, geschildert wird sein Lebenslauf. 

Mit einem von Tillmann Klenk dazu passend vorgetragenen Gedicht übers Älterwerden, erfuhren die Zuhörer dann wieder vom Chor, was sinnbildlich beim Rudern und Segeln alles passieren kann………

Nicht gerade für Kinderohren bestimmt war die folgende nächtliche Episode, die davon handelte, dass der Anton beim Heimgang zu später Mitternacht, manches dabei hat nicht bedacht. Nüchtern konnte er allemal nicht mehr sein, als er sich verirrte im Stall bei seinem Schwein. Was dann noch folgte und auch passierte, wohl nur in wilder Fantasie grassierte. Doch sehr kurios ist die Geschichte allemal, mitunter fragwürdig und auch fatal.

Ne Frau mit einem Hündchen zu vergleichen, klingt komisch, doch man kann erreichen, entstehende Probleme einem unerfahrenen Jüngling deutlich zu machen, bei den Versen gab's dabei was zum Schmunzeln und lachen.

Ein Handwerksbursch zieht in die Schweiz, sein Metier ist nicht ohne Reiz, denn er ist Pfannenflicker von Beruf, und steht bei Frauen gut im Ruf. Oh Pfannenflicker, komm doch herein, herein, in meinem Pfännlein muss ein Löchlein sein- sagt ihm Frau Mamsell, er folgt ihr auf der Stell und behebt den Schaden auch sehr schnell. Auftrag erfüllt, zieht er von dannen, nachdem er geflickt hat so manche Pfannen.

Den Pfannenflicker verkörperte Sangeskamerad Siegfried, optisch gut und gelungen, ausgestattet mit dem besungenen Zubehör.

Die schelmisch gewürzten Verse sämtlicher Lompalieder erreichten begeisterte Zuhörer, die reichlich applaudierten und wohl Gefallen an diesen Balladen hatten und diese erheiternd humorvoll aufnahmen.

Eine Weinlied-Zugabe beschloss den sonntäglichen Beitrag beim  Vorstadtstraßenfest.

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